Was heißt richtige Mundhygiene?
Eines steht fest: Ein sauberer Zahn wird selten krank. Richtige Mundhygiene heißt also in erster Linie
- intensiv
- regelmäßig und
- systematisch
die Zähne zu putzen.
Richtiges Zähneputzen will gelernt sein. Führen Sie Ihre Kinder frühzeitig und Schritt für Schritt an die Zahnpflege heran.
Zahndurchbruch
Mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne – in der Regel zwischen dem vierten und achten Lebensmonat – beginnt für Sie die Aufgabe der Zahnpflege Ihres Kindes. Reinigen Sie nach jeder Mahlzeit Zähne und Zahnfleischrand von allen Seiten mit einem trockenen Wattestäbchen.
Milchzähne/Wechselgebiss
Kleinkinder besitzen einen ausgeprägten, natürlichen Nachahmungstrieb. Nutzen Sie daher die Neugier Ihres Kindes und lassen Sie aus dem täglichen Zähneputzen ein Spiel werden. Bereits ab dem ersten Lebensjahr können Sie dem Kind dazu eine spezielle Lern- und Kinderzahnbürste mit weichen Borsten oder Gummiborsten an die Hand geben. Im zweiten und dritten Lebensjahr können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind beginnen, das Zähneputzen zu üben. Zu Beginn genügt es, nur die Kauflächen zu bürsten. Später folgt dann das Putzen der geschlossenen Zahnreihen.
Dazu verwenden Sie am besten eine Kinderzahnbürste mit kurzem Bürstenkopf und einem kleinen, dicken Handgriff. Die Zahnpastamenge sollte erbsengroß sein. Bis zum sechsten Lebensjahr sind Kinder meist noch in der Lage, die Zähne gründlich genug zu reinigen. Ein gemeinsames „Nachputzen“ vor dem Spiegel ist daher unbedingt erforderlich.
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Vollständiges Kindergebiss
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Zahnwechsel/zweites Gebiss
Mit Erreichen des Schulalters sollte Ihr Kind in der Lage sein, sich selbst die Zähne zu putzen. Dennoch ist es auch jetzt noch notwendig, die Kinder daran zu erinnern und zu überprüfen.
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LAGZ-TIPP: Drei Minuten Zähneputzen – morgens nach dem Frühstück sowie abends vor dem Zu-Bett-Gehen – sollte ein fester Bestandteil des Tagesablaufs werden.
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Zur richtigen Mundhygiene gehört auch kindgerechtes „Handwerkszeug“. Was sollten Eltern bei der Auswahl und beim Kauf von Mundhygieneartikeln berücksichtigen?
Zahnbürste
Besondere Merkmale einer Kinderzahnbürste sind:
- schmaler Bürstenkopf – damit die Bürste in den Mund passt;
- weiche Kunststoffborsten mit abgerundeten Enden – damit das Zahnfleisch nicht verletzt wird;
- Vertiefung für den Daumen zur führungssicheren Handhabung der Bürste;
- breiter, rutschfester Griff – damit die kleine Kinderhand die Bürste fest umfassen kann.
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Farbige Zahnbürsten sprechen Kinder besonders an und motivieren zum Gebrauch. Sind die Borstenbüschel nach außen verbogen, taugt die Bürste nur noch zum Schuhe putzen, nicht mehr für die Zahnpflege. In der Regel sollte die Zahnbürste spätestens alle drei Monate durch eine neue Bürste ersetzt werden.
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LAGZ-TIPP: Frühling, Sommer, Herbst und Winter – neue Bürste für die Kinder.
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Zahnpaste
Verwenden Sie fluoridhaltige Zahnpasten. Für Vorschulkinder gibt es niedriger dosierte Kinderzahnpasten. Bis zum Schulalter empfehlen Zahnmediziner, die Milchzähne mit 500 ppm fluoridhaltigen Kinderzahnpasten zu reinigen. Ab dem Schuleintritt können Sie Erwachsenenzahnpasten (1200 bis 1500 ppm Fluorid) verwenden. Fluoridgelee sollte nur in Abstimmung mit dem Zahnarzt verabreicht werden.
Zahnseide
Kinder ab dem 10. Lebensjahr können zum Reinigen der Zahnzwischenräume zusätzlich zur Bürste auch Zahnseide verwenden. Den richtigen Gebrauch zeigt Ihnen Ihr Zahnarzt beim halbjährlichen Besuch in der Zahnarztpraxis.
Zahnkaugummi
Zuckerfreie Zahnkaugummis können die tägliche Zahnpflege auf keinen Fall ersetzen. Dennoch erfüllen sie nach Zwischenmahlzeiten als „Kariesbremse“ durchaus ihren Zweck.
Fluoridhaltige Mundspülungen
Fluoridhaltige Mundspülungen können die tägliche Zahnpflege sinnvoll ergänzen.
Elektrische Zahnbürste, Munddusche, Mundwasser und Zahnstocher sind weitere Hilfsmittel zur Mundhygiene. Die Verwendung einer elektrischen Zahnbürste kann bei motorischen Störungen sinnvoll sein. Der Einsatz einer Munddusche ist für das Milch- und Wechselgebiss nicht geeignet, weil sich durch den konzentrierten Wasserstrahl zwischen Zahn und Zahnfleisch Taschen bilden können, in denen sich Bakterien vermehrt ansiedeln. Mundwasser gibt lediglich ein Frischegefühl, ist aber für die Kinderzahnpflege nicht notwendig. Zahnstocher bergen das Risiko einer Verletzung des Zahnfleisches.
Wie werden die Zähne richtig geputzt?
Wir empfehlen die KAI-Methode. Hier werden zuerst die Kauflächen gebürstet, danach die Außenflächen und Innenflächen der Zähne gründlich gereinigt. Dabei brauchen die Kinder Hilfe und Anleitung: Die Zähne sollten mit kleinen, kreisenden Bewegungen geputzt werden. Zur Reinigung der Außenflächen werden die Zähne aufeinander gebissen. Das Schaubild zeigt Ihnen, wie es gemacht wird:
So wird es gemacht: